SJ Perty - шаблон joomla Новости

Zwei Niederlagen für Metropol

Beide Kooperationsteams mussten sich gegen direkte Playoff-Konkurrenten geschlagen geben. Die Metropol Girls unterlagen Lichterfelde, während die Metropol Baskets gegen Münster den Kürzeren zogen.

14 Mär 2017 0 Kommentare

WNBL 

Metropol Girls - TuS Lichterfelde  41 : 63

(9:19/6:12/7:21/19:11)

Im Spiel gegen den TuS Lichterfelde mussten die Metropol Girls in der Willy-Jürissen-Halle
in Oberhausen eine deutliche Niederlage hinnehmen. Gegen den potentiellen Top4-Kandidaten aus der Hauptstadt war das Kooperationsteam aus Bochum, Oberhausen und Recklinghausen um Viktoria Suveydis (Foto) über weite Strecken chancenlos und schien den Anstrengungen einer extrem langen Saison Tribut zollen zu müssen. DSC 0088 Vicky

Die Metropol Girls fanden zunächst gut in die Partie und lagen nach fünf Minuten beim Stand von 9:8 sogar in Führung.
„Zu Beginn des Spiels haben wir unseren Plan gut umgesetzt und die Partie offen gestaltet,“ stellte auch Coach Björn Grönheit fest. Was in den anschließenden 25 Minuten folgte, war aber auch für das Metropol-Coachingteam nur schwer zu erklären. Gegen die nun konsequenter agierende Berliner Verteidigung fanden die Ruhrgebietlerinnen kaum noch Mittel um Körbe zu erzielen, ganze dreizehn erzielte Punkte in 25 Minuten sprechen eine deutliche Sprache.
„Nach dem ersten Lauf der Gäste zum 9:19 haben wir das Vertrauen in unser Spiel komplett verloren. Wir waren zu passiv und haben uns im Setplay kaum noch ohne Ball bewegt,“ versuchte Co-Trainerin Carina Thomas eine erste Erklärung zu finden. Während auf der einen Seite Lichterfelde immer sicherer agierte und viele gut vorgetragene Schnellangriffe sicher abschließen konnte, wurde die Verunsicherung auf Metropol-Seite immer spürbarer.

Auch der Versuch der Coaches in der Halbzeit den „ Resetknopf“ zu drücken und das Spiel quasi von Null zu beginnen, brachte keine entscheidende Änderung im Spielgeschehen.
„Die negativen Erfahrungen aus Halbzeit eins konnten wir auch nach der Pause nicht aus den Köpfen bringen, unsere Körpersprache war im dritten Viertel schlecht und wir konnten weiterhin keinen Zugriff auf das Spiel erlangen.“
Somit war die Partie bereits im vorletzten Abschnitt entschieden und die Gäste konnten einem sicheren Sieg entgegen sehen. Das letzte Viertel gestaltete sich dann aus Metropol-Sicht deutlich freundlicher, endlich fand der Ball wieder häufiger den Weg in den Berliner Korb und so konnte das Kooperationsteam das Ergebnis noch deutlich angenehmer gestalten.
„ Wir nehmen aus dem Spiel heute einige klare Arbeitsaufträge für die Entwicklung des Teams mit. Diese deutliche Niederlage ist kein Beinbruch, insbesondere dann nicht, wenn wir unsere Lehren daraus ziehen. Der Gesamteindruck der Saison bleibt weiterhin extrem positiv, leider fehlen uns zu diesem Zeitpunkt der Saison manchmal die Reserven, um gegen ein deutsches Spitzenteam Paroli zu bieten. Aber ich muss meine Mädels da auch in Schutz nehmen. Wir sind bedingt durch die Qualifikation seit fast 12 Monaten permanent im Dauereinsatz, dass nun einige Ermüdungserscheinungen auftreten ist nur allzu verständlich,“ zieht Björn Grönheit ein abschließendes Fazit zum Spiel.

Die nächste Partie der Metropol Girls findet am übernächsten Sonntag, den 26.03 um 12:00 Uhr in Wolfenbüttel statt. Gegner sind dann die Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel, gespielt wird in der Sporthalle der Lessing-Realschule.

Metropol Girls: Olschar (2), Krizanovic (3), Morsbach (4), Kaprolat (7), Suveyzdis (0),
Schulz (0), Kröner (6), Martin (4), Stahlhut (6), Gauger (7), Hochhaus (2), Franze (0)

 

JBBL

 Den Metropol Baskets Ruhr droht in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) beim Kampf um den letzten Playoff-Platz der Hauptrundengruppe 1 ein Rechenschieber-Finale. Das Kooperationsteam von ETB SW Essen und Citybasket Recklinghausen ging am drittletzten Spieltag mit einem 16-Punkte-Polster ins so wichtige Spiel beim UBC/SCM Baskets Münsterland  und verlor das Spiel in Münster exakt mit diesen 16 Punkten. Das 68:84 (39:47) hält der Ruhrgebiet-Auswahl zwar noch alle Chancen auf dem Weg ins Playoff-Achtelfinale offen. Aber es geht nun um jeden einzelnen Korbpunkt.

Die Konstellation in der Nordwest-Gruppe hat sich noch verschärft, weil die Baskets Akademie Weser-Ems völlig überraschend Tabellenführer Giants Düsseldorf mit 77:71 stürzte und nun selbst wieder eine echte Playoff-Chance besitzt. Am letzten Spieltag treten die Metropol Baskets Ruhr in Oldenburg an – eine Reihe von Konstellationen ist möglich. Die einfachste Metropol-Variante: Zwei Siege aus den letzten zwei Spielen und die Playoffs sind sicher. Aber selbst eine Niederlage der Metropol Baskets in Oldenburg mit weniger als 12 Punkten könnte  noch zum Weiterkommen reichen – nur gingen diese Rechenspiele schon am Sonntag in Münster nicht auf.

Denn das von Frank Müller gecoachte UBC-Team überrollte die stark ersatzgeschwächten Metropol Baskets im ersten Viertel förmlich. Das Polster vom 75:59-Hinspielsieg in Recklinghausen war nach wenigen Minuten aufgebraucht. Angeführt vom Ex-Metropol-Akteur Migel Wessel aus Marl  spielten sich die Münsteraner in einen Rausch. 34:12 hieß es nach zehn Minuten – 22 Punkte Unterschied. Es sah nach einem Debakel für die Metropol Baskets aus. Doch Philipp Stachula und Pit Lüschper fanden die richtigen Worte, um den Hebel im Team umzulegen. Punkt für Punkte verringerte der Gast den hohen Rückstand, beim 47:39 zur Halbzeit hatten die Metropol Baskets in der Addition von Hin- und Rückspiel wieder die Nase vorn.

Doch diese gute Ausgangsposition machte sich das Stachula-Team wieder selbst zunichte. In der zweiten Halbzeit schwankte der Rückstand zwischen 14 und 18 Punkten, zwischen Himmel und Hölle für die Ruhrgebiets-Auswahl. Beim 64:55 nach drei Vierteln sah es gut aus, doch kurz vor Schluss war die Begegnung an Dramatik nicht mehr zu überbieten. Obwohl Metropol in den letzten 15 Sekunden Ballbesitz hatte; Münsters Spielmacher Funk ausgefoult war und Metropol sich den Direktvergleich hätte holen können, ging der Schuss fast noch nach hinten los. Münster bekam letztlich noch die Chance zum 18-Punkte-Sieg, vergab aber den freien Korbleger. So blieb es am Ende beim 84:68 und in Addition beider Spiele – wichtig für den direkten Vergleich – beim 143:143. Sollten Münster und Metropol die Saison punktgleich beenden, zählt zwischen diesen beiden nun die Korbdifferenz aller Spiele. Aber: Auch Oldenburg kann noch gleichziehen, so dass es einen Dreiervergleich geben könnte. Noch hat Metropol einen Sieg Vorsprung vor Oldenburg und Münster, zwei Spieltage stehen noch aus.

Metropol-Co-Trainer Pit Lüschper war nach der Begegnung sauer: „Wir haben in Stresssituationen wieder die gleichen Fehler gemacht wie am Anfang der Saison. Das war schon enttäuschend für uns.“ Die Metropol-Spieler trafen auf dem Feld die falschen Entscheidungen, so dass am Ende kein besseres Resultat möglich war. Lob gab es aber auch, zum Beispiel für die gute Leistung von Robin Danes oder den Spielaufbau der beiden Youngster Kaprolat/Liebert. Nun kommt am kommenden Sonntag der alte und neue Spitzenreiter Young Rasta Dragons Vechta/Quakenbrück in die Essener Helmholtzhalle. Eine mehr als schwere Aufgabe für Metropol, das zudem abhängig ist von den Duellen Leverkusen-Oldenburg und Düsseldorf-Münster, ehe es in 14 Tagen dann zum großen Finale in Oldenburg (gegen Metropol) und in Münster (gegen Leverkusen) kommt.

Metropol Baskets Ruhr: Luca Michels, Patrick Liebert (9/2), Tidjane Sow, Finn Pause, Robin Danes (7), Till Hornscheidt (25/5), Lennard Kaprolat (13/1), Malte Thimm (4), Noah Wierig (7/1), Wesley Knaup, Fynn Dallinga,  Jan Philipp Wüllrich (3).