Bei einem an Spannung kaum zu überbietenden Gipfeltreffen behaupteten die U 16-Junioren von Citybasket Recklinghausen die Tabellenführung in der Oberliga. Bei dem bis dahin ebenfalls noch ungeschlagenen Team der BG Dorsten landeten die Jungs von Coach Bill Paterno einen 75:73-Erfolg (16:25/16:21/23:14/20:13) und stehen nun allein an der Tabellenspitze.

Am nächsten Samstag erwartet der Citybasket-Nachwuchs mit dem TV Dortmund-Barop das nächste Spitzenteam der Liga zum Heimspiel. Ein Selbstläufer wird das Duell sicher nicht. Die Dortmunder unterlagen gegen Dorsten bei ihrer bisher einzigen Saisonniederlage mit lediglich fünf Zählern. „Wir werden uns also auch auf dieses Spiel intensiv vorbereiten“, kündigte Paterno an.

Der hatte in Dorsten vor allem mit personellen Problemen zu kämpfen. Josh Welphoff und Duncan Zaborosch fielen erkrankt aus. Calvin Welphoff stand zwar auf dem Spielbogen, war aber ebenfalls nicht richtig fit. Zu allem Überfluss musste Christopher Schürk sein Comeback, das er nach nach einer langwierigen Leistenverletzung feierte, nach nur zwei Minuten abbrechen, weil sein rechtes Knie Probleme machte.

Und so hatte Citybasket in der ersten Hälfte gegen die überzeugend aufspielenden Dorstener nicht viel zu bestellen. Wie befürchtet bekam das Team von Paterno BG-Topscorer Andreas Altekruse nie richtig in den Griff. Der traf nicht nur selbst zuverlässig, sondern setzte auch seine Nebenleute immer wieder gut in Szene. Vor allem im zweiten Viertel verlor Citybasket den Faden. „Wir haben in der ersten Hälfte 20 Punkte nach Ballverlusten kassiert, die unnötig waren. Dadurch haben wir den Gegner stark gemacht“, ärgerte sich Paterno.

In der Halbzeit fand er dann überaus deutliche Worte in der Kabine. Er appellierte an sein Team, endlich mit Herz zu spielen und sich nicht seinem Schicksal zu ergeben. Viel zu selten hatten seine Jungs energisch den Weg zum Korb gesucht. Die Botschaft kam an. Hochmotiviert kam Citybasket aus der Kabine und war nach nur drei Minuten beim Stand von 62:61 für die Gastgeber auf nur einen Zähler herangekommen.

Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Citybasket profitierte sicher auch davon, dass Altekruse wegen einer Rückenverletzung auf der Bank bleiben mussteZunächst behielt Dorsten aber dennoch die Oberhand. Erst knapp zwei Minuten vor Ende der Partie brachte Andi Vasiliu mit dem zweiten von zwei verwandelten Freiwürfen Citybasket erstmals mit 71:70 in Führung. Im Gegenzug glich Dorsten per Freiwurf aus. In der dramatischen Schlussminute zeigte Citybasket Nervenstärke. Nick Schemann und Vasiliu sorgten mit ihren Würfen von der Marke dafür, dass ihr Team weiter in Front lag. Neun Sekunden vor Schluss hatte Dorsten es dann in der Hand, zumindest eine Verlängerung zu erzwingen. Der letzte Korbleger verfehlte jedoch sein Ziel. Der Rest war Jubel in den Reihen von Citybasket.

Bestnoten verdienten sich neben Vasiliu auch Aufbauspieler Paul Pointke und der angeschlagen in die Partie gegangene Center Leon Colic. Aber auch Jan Schael glänzte mit einer guten Defense und zwei wichtigen Zählern im Angriff. Paterno attestierte auch allen anderen Akteuren Team eine gute Leistung. „Wir haben uns nach der Halbzeit enorm gesteigert und sind endlich mit dem nötigen Siegeswillen aufgetreten. Jeder hat seinen Beitrag zum Erfolg geleistet. Das lässt sich eben nicht immer nur an den Punkten ablesen.“ Nun hofft der Coach, dass sich das Lazarett im Kader bis zum nächsten Spitzenspiel gegen Barop lichtet.

Citybasket: Pointke (14), Obradovic (11), Schunk, Schürk, Böckmann, Schael (2), Schemmann (1), Gröne, Korte, Vasiliu (34), Wellhöner, Colic (11).

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