Nach dem zwischenzeitlichen Corona-Schock inclusive Derby-Spielabsage füllen sich die Reihen bei den Regionalliga-Herren von Citybasket wieder. Coach Robin Singh ist zuversichtlich, zum anstehenden Auswärtsspiel bei den bringiton Ballers Ibbenbüren wieder einen schlagstarken Kader aufbieten zu können. Sprungball ist am Samstag um 19 Uhr in der Sporhalle Ost.

Allerdings steht hinter dem Coach selbst noch ein Fragezeichen. Zwar hat Singh gesundheitlich das Gröbste überstanden, muss sich aber noch freitesten. Vorsichtiger Optimismus scheint aber angezeigt, dass  dies bis Samstag gelingen könnte. Unter der Woche leiteten Kapitän Kiki Bruns und  David Ewald die Trainingseinheiten nach den Vorgaben des Trainers. „Ich denke, das hat gut funktioniert und hoffe, dass wir am Samstag wieder alle Mann an Bord haben.“

Dann sehen sich die Recklinghäuser vertauschten Rollen gegenüber dem Pokalhalbfinale gegenüber. Damals kamen die Ibbenbürener aus einer Corona-Zwangspause, diesmal ist es Citybasket: „Wichtig ist, dass wir schnell wieder unseren Rhythmus finden und in unsere Abläufe hineinkommen“, so Singh. Denn im Pokal hat sich bereits gezeigt, dass die bringiton Ballers durchaus auch in eigener Halle zu bezwingen sind – das Spiel war bis zur letzten Minute noch völlig offen, bevor  die Gäste sich unglücklich geschlagen geben mussten.

Zumal es bei den Münsterländern momentan nicht ganz rund läuft: In Wulfen mussten sie sich in der Vorwoche mit 67:80 geschlagen geben, rutschten damit von Rang zwei auf Rang vier der Tabelle. „Das heißt aber nicht allzu viel“, ist sich der  Coach sicher. „Auch die Topteams haben mal Schwächephasen, in denen sie straucheln oder einfach schlecht werfen. Ibbenüren ist und bleibt eine gute Mannschaft mit vielen Waffen.“ Zwei davon sind die beiden Spanier Marco Porcher-Jimenez und Albert del Hoyo, aber auch der Amerikaner Tovoris Baker und die Centergarde um Marcello Schröder verdienen besondere Beachtung.

Citybasket täte angesichts der engen Tabellenkonstellation um die Playoff-Plätze ein Auswärtssieg mehr als gut, um sich vor den beiden abschließenden Derbies gegen Herten und Dorsten eine günstige Ausgangsposition zu schaffen. Sehr wahrscheinlich ist, dass es erneut ein enges Ding wird in einer Liga, in der jeder jeden schlagen kann. Am Ende entscheidet dann oft die Tagesform.