Die Überraschung ist geglückt! Trotz mehrer Ausfälle setzten sich David Stachanczyk (Foto) und die Erstregionalliga-Herren von Citybasket in der drtitten Pokalrunde mit 90:82 gegen den Ligarivalen BG Olpe / Siegen  durch. Und am Samstag folgt gleich das nächste Highlight: Um 19:00 Uhr stellt sich Spitzenreiter ETB Essen Miners in der Vestischen Arena vor.

WBV-Pokal: Citybsket – BG Olpe / Siegen  90:82 (26:23, 30:16, 19.22, 15:19)

David Ewald, Lennard Kaprolat und Philipp Tymm verletzt – da wurde es eng in der Rotation, insbesondere auf den kleinen Positionen. Allerdings erhielt Citybasket-Coach Dhnesch Kubendrarajah vor Spielbeginn auch endlich einmal eine positive Nachricht: Distanzspezialist Niklas Meesmann – eigentlich auch bereits auf der Verletztenliste für die gesamte Woche – konnte doch mitwirken, da seine Verletzung sich nicht wie zuerst angenommen als Muskelfaserriss herausgestellt hatte. Und diese Personalie machte schon einen Unterschied, denn Meesmann hatte mit 19 Punkten und vier verwandelten Dreiern signifikanten Anteil an der offensiven Ausbeute.

Ihm zur Seite standen Obi Okafor (21), Tine Kotnik (18) und auch David Stachanczyk, der nicht nur wegen seiner 19 Zähler eine starke Performance ablieferte. „Dave hat gemerkt, dass er wegen der Ausfälle unserer Guards mehr Verantwortung übernehmen muss und hat deutlich aggressiver gespielt“, freute sich der Trainer, der unter dem eigenen  Korb wie angekündigt auf eine Zonenverteidigung setzte. Damit hatte Olpe durchaus seine Probleme, denn nach einem ausgeglichenen ersten Viertel konnte sich Citybasket zur Pause mit 15 Zählern Differenz absetzen. Ein Vorsprung, von dem das Team die gesamte zweite Halbzeit zehren sollte.

Durch die engen Räume unter dem Korb kamen die Olper Hauptpunktelieferanten Shawn Smith und Mohammed Atli in Korbnähe nicht wie gewohnt zum Zuge und die Trefferquote des Gastes aus der Distanz war an diesem Tag nicht so stark, dass Citybasket die Verteidigung wieder umstellen musste. So erkämpften sich die Recklinghäuser mit viel Einsatz und Teamgeist durchaus verdient den Einzug in die nächste Pokalrunde – und sammelten Selbstvertrauen für die anstehende Aufgabe gegen Essen.

Citybasket: Okafor 21/1, Gröne, Bruns, Grosse 11, Stachanczyk 19, Kotnik 18/3, Töps, Gustrau, Nebo 2, Meesmann 19/4, Landwehr

 

Citybasket – ETB Essen Miners (Samstag, 19:00 Uhr, Vestische Arena)

Erst eine einzige Niederlage hat der unangefochtene Spitzenreiter bis dahin quittieren müssen – und die stammt aus dem Hinspiel gegen Citybasket. Ein gutes Omen? – Möglicherweise, aber: „Gegen Essen sollte man schon komplett sein“, weist Citybasket-Coach Dhnesch Kubendrarajah auf die eindeutige Favoritenrolle des Gastes angesichts der aktuellen Personalsituation hin. „Sie sind auf allen Positionen zweimal gut besetzt und sicher würden einige Spieler, die dort von der Bank kommen, in anderen Teams der Liga starten.“

Die eifrigsten Punkesammler der abgelaufenen Saison waren Devin Peterson und Milen Zahariev, doch ist fast jeder Akteur bei den Miners in der Lage, zweistellig zum offensiven Output beizutragen. Zuletzt beim klaren Auswärtssieg in Köln waren das zum Beispiel Center Dzemal Selimovic und Flügel Nikita Khartchenkov, die den Ausfall des bulgarischen Leistungsträgers kompensieren halfen. Zwar konnte auch der Tabellenführer seine Partien durchaus nicht immer dominant gestalten, letztendlich reichte aber die Kombination aus Qualität, Routine und Cleverness immer für den Sieg.

Citybasket hatte nach dem Pokalspiel keine weiteren Ausfälle zu vermelden und hofft am Samstag auf die rechtzeitige Rückkehr von Aufbauspieler Jamie Töps, der sich auf einer Geschäftsreise befindet. Taktisch wollen die Hausherren mit aggressiver Verteidigung den Kontrahenten von der Zone weghalten und in eins-gegen-eins-Situationen bringen sowie vorne den Ballbesitz geduldig ausspielen, bis sich eine gute Abschlussmöglichkeit ergibt. „Wir wollen versuchen, das Spiel solange wie möglich eng zu halten“, so Kubendrarajah, „dann ergibt sich hinten heraus vielleicht die Chance zur Überraschung.“