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Das war bitter! Fast über die gesamte Spielzeit hatten Lavon Hightower (Foto) und die Citybasket-Herren im Achtelfinale des WBV-Pokals gegen den Erstregionalligisten BG Olpe / Siegen geführt, um am Ende durch einen wahren Zirkuswurf in letzter Sekunde noch mit 76:77 (43:32) zu unterliegen.

Personell gingen die Hausherren nicht in Bestbesetzung in diese Pokalpartie, denn neben den erkrankten Marius Behr und Felix Gröne und den verhinderten Philipp Spettmann und Malte Lubosik musste auch noch Luka Petronic nach seiner Verletzung aus dem Ligaspiel am Samstag passen. Die Gäste, die noch am Vortag knapp ihr Ligaspiel in Wulfen gewonnen hatten, kamen allerdings auch nur mit einem Achter-Kader in die Vestische Arena.

Citybasket erwischte einen guten Start: Lavon Hightower schenkte den Blackflyz gleichmal zwei Dreier ein und als Stefan Fürst in der dritten Minute aus der Halbdistanz auf 10:3 stellte, war die erste Auszeit fällig. Die BG kam danach besser ins Spiel und glich aus, konnte aber das Momentum nicht auf ihre Seite bringen, vor allem weil Hightower mit allein 14 Zählern im ersten Viertel nicht zu stoppen war.

Auch im zweiten Durchgang blieben die Hausherren am Drücker, verteidigten gut und punkteten variabel. Martin Stefanov war es vorbehalten, nach einem Einwurfspiel in letzter Sekunde für den 43;32-Halbzeitstand zu sorgen. Nach dieser vielversprechenden Führung schien der Viertelfinaleinzug durchaus im Bereich des Möglichen.

Zumal Jacob Mampuya seinen Farben nach dem Seitenwechsel nicht mehr allzu lange zur Verfügung stehen sollte. Er beging bereits in der 23. Minute an Hightower sein viertes Foul und handelte es sich in der anschließenden Auseinandersetzung mit seinem Gegenspieler gleich noch ein technisches und damit sein fünftes Foul ein. Die Recklinghäuser konnten von dieser Schwächung des Gegners allerdings nicht wirklich profitieren und spielten ihr schwächstes Viertel. Mit 59:58 ging es in den Schlussabschnitt.

Die Partie blieb spannend, aber Citybasket behielt die Führung – bis zur 38. Minute. Da wurde Olpes überragender Scorer Jeremiah Sparks (37) gefoult und verwandelte zwei Freiwürfe zum 73:75. – Würden die Recklinghäuser noch einmal kontern können? in der Tat: Lavon Hightower versenkte aus dem Pick and Roll einen Dreier zum 76:75 – und sorgte damit neun Sekunden vor dem Abpfiff für Jubel beim Citybasket-Anhang. Auszeit Blackflyz!

Die Gäste verlegten wenig überraschend ihren Einwurf ins Vorfeld, doch Citybasket verteidigte exzellent. Mit drei verbleibenden Sekunden erhielt die BG erneut Einwurf, diesmal an der Grundlinie. Wieder waren die Hausherren auf dem Posten, so dass Sparks nur noch ein Notwurf blieb – doch sein Hakenwurf aus der Zonenmitte gegen drei Verteidiger prallte vom Brett in den Korb – 76:77! – Auszeit Citybasket! 0,3 Sekunden blieben den Gastgebern noch, um aus dem letzten Seiteneinwurf das Blatt zu wenden – doch das versuchte Lob-Anspiel fand nicht seinen Abnehmer.  Das Pokal-Aus war besiegelt.

„Es ist natürlich bitter, dass wir nach so einem starken Auftritt nicht weiterkommen“, resümierte Coach Cedric Hüsken. „Die erste Halbzeit war mit das Beste, was wir diese Saison gespielt haben.“ Allerdings räumte der Trainer auch ein, dass sein Team vor allem in der zweiten Halbzeit einige einfache Gelegenheiten am Korb liegenlassen und zu viele Offensiv-Rebounds zugelassen hatte. „Verdient wäre der Sieg aber auch für uns gewesen.“

Citybasket: Hightower 24/4, Bruns 8/2, Fürst 10/2, Stefanov 9/1, Schröder, Erkkilä 10/2, Verhülsdonk, Pflüger 2,Kaprolat 13/1

Fotos Harald Hawranke: 1 Lavon Hightower, 2 Martin Stefanov, 3 Lennard Kaprolat, 4 Stefan Fürst, 5 Leevi Erkkilä, 6 Kiki Bruns

Citybasket Spielplan