Es wurde am Ende noch mal richtig knapp. Doch mit vereinten Kräften wendeten Lennard Kaprolat (Foto) und die Zweitregionalliga-Herren von Citybasket einen Ausrutscher gegen den SVD Dortmund ab – und siegten 71:65 (39:30).
Die Gastgeber gingen als Favorit in die Begegnung mit dem Tabellenachten, allerdings auch mit dem Handicap, dass Topscorer Lavon Hightower krankheitsbedingt nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war und für längere Einsatzzeiten nicht in Frage kam. Außerdem fehlte weiterhin Luka Petronic auf der Aufbauposition. Dennoch zogen sie nach etwas ruckeligem Start und einem 5:8-Zwischenstand zum Ende des ersten Viertels in Führung. Mit vier verwandelten Freiwürfen in Serie sorgte Kiki Bruns für den 17:9-Zwischenstand.
An diesem Abstand sollte sich auch im zweiten Durchgang nichts ändern, in dem Hightower schon nach kurzer Zeit auf der Bank Platz nahm und seine Mistreiter nicht so recht in Fluss kamen. Als Leevi Erkkilä eine Dreier zum 30:17 verwandelte (15.), sah es zwischenzeitlich so aus, als sollte sich der Favorit nun etwas absetzen, doch bis zum Viertelende hatte Derne den alten Abstand wieder hergestellt: 39:30.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie weiterhin ausgeglichen, wobei sich zwischenzeitlich beide Kontrahenten auf Zonenverteidigung verlegt hatten. Gegen Ende des dritten Abschnitts sorgte eine Dreierserie durch Malte Schröder und zweimal Lennard Kaprolat – an diesem Tage auffälligster Citybasket-Akteur – für zwischenzeitliche Begeisterung auf der Tribüne sowie einen 57:42-Vorsprung (28.). Dortmund reagierte mit einer Auszeit, konnte aber bis zum Viertelende nur mehr auf 45:57 verkürzen.
Wer hoffte, der Tabellenführer würde nun die Begegnung souverän nach Hause bringen, sah sich alsbald eines Schlechteren belehrt. Der SVD kam über Stenzel und Rehkopp auf 50:57 heran – und nun sah sich Citybasket-Coach Cedric Hüsken zu einer frühen Auszeit genötigt (31.). Und brachte außerdem Hightower zurück aufs Feld, der seit Anfang des zweiten Viertels pausiert hatte. Beides führte jedoch nicht zum gewünschten Erfolg, denn drei Minuten später hatten Eisenhardt und Krichevski auf Unentschieden gestellt: 58:58 (34.).
Es entwickelte sich eine zähe Crunchtime, in der die Recklinghäuser zwar immer knapp vorn lagen, sich aber nicht mehr wirklich absetzen konnten. Enger als 64:63 (38.) sollte es aber nicht mehr werden. Martin Stefanov konterte Stenzels Dreier und der Vier-Punkte-Vorsprung reichte als Polster, um die Begegnung von der Freiwurf-Linie nach Hause zu bringen. Spürbare Erleichterung anschließend bei Team und Trainer, die sich bis zum nächsten Spiel in Haspe am Freitag eine Leistungssteigerung vorgenommen haben.
Citybasket: Hightower 8, Gröne, Lubosik, Bruns 6, Fürst 3/1, Stefanov 13/1, Spettmann, Schröder 7/1, Behr, Erkkilä 8/2, Kaprolat 18/4
Fotos Harald Hawranke: 1 Lennard Kaprolat, 2 David Verhülsdonk, 3 Martin Stefanov, 4 Lavon Hightower, 5 Philipp Spettmann, 6 Leevi Erkkilä
Nächstes Spiel: SV Haspe II – Citybasket (Freitag, 20:00Uhr, Rundsporthalle Haspe)







